Der Zoo führt seit 1979 das internationale Zuchtbuch für Große Ameisenbären und koordiniert seit 1985 das europäische Erhaltungszuchtprogramm der Art; die Stadt nennt sich deshalb selbst die Welthauptstadt der Ameisenbären. Das Tierheim gehört der Stadt selbst: Das Tierschutzzentrum wird von den Sport- und Freizeitbetrieben geführt, in einer Reihe mit Zoo, Westfalenpark und den Bädern. Im Süggelwald steht seit 1964 ein eingezäuntes Damwildgehege von viereinhalb Hektar, um das seit 2009 ein Naturlehrpfad führt. Im Naturschutzgebiet Im Siesack in Mengede hält die Stadt eine eigene Herde von 30 Heckrindern, einer Rückzüchtung des Auerochsen, die ganzjährig auf rund 60 Hektar eingezäunter und nicht öffentlich zugänglicher Weidefläche steht. Insgesamt zählt Dortmund 35 Naturschutzgebiete mit zusammen rund 2.700 Hektar, und beim Tag der lebendigen Emscher wurden 2025 an den Hochwasserrückhaltebecken in Mengede und Ellinghausen rund 930 Tier- und Pflanzenarten kartiert.
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Nadine Amsberg
Durch meine langjährige Tätigkeit als Hundephysiotherapeutin und der Besuch zahlreicher Aus- und Fortbildungen, bin ich in der Lage für jeden einzelnen meiner vierbeinigen Patienten die passende Therapieform zu finden. Meine Kernkompetenz liegt in der Behandlung von degenerativen Erkrankungen, insbesondere von Arthrosen und neurologischen Erkrankungen.
Janni Elze
Training und Verhaltensberatung für Katzen | Online-Coaching | Beratung
Janine Spanner
Wir haben alles, was unseren geliebten Vierbeinern gut tut und Spaß macht
Katrin Rohloff
Pferdeosteopathie in Dortmund/Ruhrgebiet: Informationen zu Ablauf, manuellen Techniken, Indikationen, Kontraindikationen und Nachsorge rund um die osteopathische Behandlung von Pferden.
Randi Regener
Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd in Dortmund: therapeutisches Reiten mit Schwerpunkten auf heilpädagogischem Reiten und Voltigieren sowie Frühförderung.
Thorsten Scheibe
Rhodesian Ridgeback Zucht (VDH/FCI) in Dortmund mit Informationen zu Aufzucht, Sozialisierung, Würfen/Verpaarungen sowie Ringtraining zur Ausstellungs- und ZZP-Vorbereitung.
Christine Schwarz Hundesalon "Canis Hundepflege"
Hundepflege in Dortmund: Hundesalon mit Leistungen wie Trimmen, Schneiden/Scheren, Baden, Föhnen, Krallenpflege sowie Entfilzen und Kämmen – Termine nach Vereinbarung.
Carsten Rohleder Landwirtschaft/ Pferdebetrieb "Stall Rohleder"
Pensionspferdebetrieb und Pferdezucht in Dortmund-Holthausen mit Reitanlage, Weiden/Paddocks, Aufzucht von Jungpferden sowie Ausbildung und Turniervorstellung.
Jörg Middelanis
Zucht für Irische Wolfshunde in Dortmund: Informationen zu Welpen, Aufzucht und den eigenen Hunden sowie Hinweise zu Ahnentafel, Ernährung und Gesundheit nach VDH-Reglement.
Miracle Horses Reitsportbedarf
Reitsport-, Pferde- und Hundebedarf im Online-Shop mit Beratung im Reitsportgeschäft in Dortmund-Brackel sowie regionalen Vor-Ort-Terminen am Stall.
Gestütsbesitzerin Inka Derwald
Pferdezucht (Deutsches Vollblut/Rennpferde) mit Verkaufsgestüt: Informationen zu Deckhengsten, Mutterstuten, Rennpferden, Jährlingen und Nachwuchs.
Annette Kampschulte Einzelhandel "T+S Getränkeland"
Pferdezucht in Dortmund mit Schwerpunkten auf Zucht, Aufzucht und Ausbildung von Sportpferden sowie Pferde- und Fohlenporträts in Galerien.
Häufige Fragen für Tierhalter in Dortmund
- Muss ich meine Katze in Dortmund kastrieren lassen?
- Sobald sie ohne Aufsicht ins Freie darf, ja. Die Katzenschutzverordnung stammt vom Dezember 2019, die Pflichten gelten seit dem 14. Februar 2020: Eine Katze gilt ab fünf Monaten als fortpflanzungsfähig, und wer nicht sicherstellen kann, dass sie drinnen bleibt, muss sie unfruchtbar machen lassen. Freigängerkatzen müssen zusätzlich per Mikrochip oder Ohrtätowierung gekennzeichnet und in ein Register des Ordnungsamts eingetragen sein; ändert sich etwas, meldest du es nach. Für Zuchten gibt es auf Antrag Ausnahmen.
- Gilt in Dortmund eine Leinenpflicht?
- Auf Straßen und in Anlagen ja, und führen darf den Hund nur, wer dazu in der Lage ist. Zu den Anlagen zählen Grün- und Parkanlagen, Friedhöfe, die allgemein zugänglichen Flächen in Kleingartenanlagen sowie Wander-, Ufer- und Promenadenwege. Auf Spiel- und Bolzplätze und Skateflächen darf der Hund gar nicht mit. Für die Naherholungsanlage am PHOENIX See gilt die Verordnung nicht.
- Darf mein Hund im Wald frei laufen?
- Ja, in den Wäldern innerhalb der Naturschutzgebiete sogar in den Schutzgebieten selbst, solange er auf den Wegen bleibt und in deinem Einflussbereich ist. Das Ordnungsamt nimmt davon die Hunde aus, die das Landeshundegesetz als gefährlich einstuft oder listet: Sie bleiben auch auf Waldwegen angeleint, solange das Amt sie nicht im Einzelfall befreit hat.
- Reicht es, meinen Hund zur Steuer anzumelden?
- Nein, das sind zwei Ämter und zwei Vorgänge. Die Anmeldung beim Steueramt ersetzt die Anzeige der Haltung beim Ordnungsamt nicht, die für einen großen Hund dazukommt. Zur Steuer meldest du binnen zwei Wochen nach der Aufnahme an, bei einem eigenen Wurf binnen zwei Wochen, nachdem der Hund drei Monate alt geworden ist, und gibst dabei die Rasse an, bei Mischlingen mindestens zwei.
- Muss die Steuermarke sichtbar am Hund sein?
- Ja, sobald er die Wohnung oder das umfriedete Grundstück verlässt, und die Marke muss gültig und sichtbar befestigt sein. Ausgenommen sind allein Jagdhunde im jagdlichen Einsatz.
- Ist ein Therapiehund von der Hundesteuer befreit?
- Auf Antrag ja, wenn ihn eine therapeutische, heilpädagogische oder medizinische Fachkraft in der tiergestützten Arbeit einsetzt. Die Qualifikation und der laufende Einsatz sind nachzuweisen, und der Antrag gehört zusammen mit der Anmeldung eingereicht.
- Was muss ich wegen der Salamanderpest beachten?
- Halte deinen Hund an der Leine und lass ihn nicht aus Bächen trinken. Der Hautpilz wurde 2019 erstmals an zwei toten Feuersalamandern in Dortmund nachgewiesen und breitet sich seither aus; Warnschilder stehen zuerst im Dellwiger Bachtal und im Süggelwald. Bleib selbst auf den befestigten Wegen und fass keine Salamander an, weil die Sporen an Schuhen und Pfoten weiterreisen.
- Darf mein Mähroboter nachts laufen?
- Seit dem 17. Juli 2026 nicht mehr. Von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang muss das Gerät stehen. Der Grund sind Igel: Sie fliehen nicht vor der Gefahr, sondern rollen sich ein, und geraten dabei unter die Messer.
- Brauche ich in Dortmund ein Reitkennzeichen?
- Ja, und ausgegeben wird es vom Umweltamt, für jedes Pferd, jedes Pony und jeden Esel. Es besteht aus dem gelben Kennzeichen und der Plakette für das laufende Kalenderjahr. Dabei gilt das Wohnsitzprinzip: Wer in Dortmund wohnt, beantragt hier, gleich wo er reitet.
- Ich habe ein Tier gefunden, wohin damit?
- Das hängt vom Tier ab. Haustiere meldest du dem Tierschutzzentrum, mit Tierart, besonderen Kennzeichen, Fundort und Fundtag; außerhalb der Zeiten übernehmen Polizei oder Feuerwehr. Exoten gehen ans Umweltamt, Wildtiere an die Jagdpächter oder die Polizei, Greifvögel an den NABU und Igel an die Arbeitsgruppe Igelschutz.
- Muss ich meine Landschildkröte melden?
- Ja, und zwar unverzüglich schriftlich beim Umweltamt, sobald du sie erworben hast; dasselbe gilt für einen dauerhaften Standortwechsel, eine Abgabe oder den Tod des Tieres. Gemeldet werden Art, Anzahl, Alter, Geschlecht, Herkunft, Standort und Verwendungszweck, dazu ein Herkunftsnachweis. Streng geschützte Landschildkröten brauchen seit dem Jahreswechsel 2014 auf 2015 einen Tierausweis, der sie ihr Leben lang begleitet und bei Abgabe mitgeht.
- Wo finde ich in Dortmund den tierärztlichen Notdienst?
- Über die Kreisstelle Dortmund der Tierärztekammer Westfalen-Lippe: Sie führt für das Stadtgebiet einen eigenen Notdienstplan, und aus ihm liest du ab, welche Praxis gerade Dienst hat.
- Darf ich meinen Hund mit in den Zoo nehmen?
- Nein, mit einer Ausnahme: Ausgebildete Assistenzhunde dürfen mit, erkennbar an gelber Kenndecke oder einem Geschirr mit Abzeichen, und immer an der Leine. In die Tierhäuser und in begehbare Gehege dürfen auch sie nicht.
- Brauche ich für eine Hundeschule oder eine Tierpension eine Erlaubnis?
- Ja, für den gewerblichen Umgang mit Tieren verlangt das Tierschutzgesetz eine Erlaubnis, und in Dortmund führt das Veterinärwesen im Ordnungsamt die dafür nötigen Genehmigungsverfahren. Es ist zuständig für gewerbliche Tierhaltungen, für den Tierhandel vom Zoogeschäft bis zum Viehhändler, für Tiertransporte sowie für Tierausstellungen und Tiermessen. Landwirtschaftliche und gewerbliche Tierhaltungen werden regelmäßig kontrolliert, private nur bei begründetem Anlass. Einen vollständigen Katalog der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten veröffentlicht die Stadt nicht, deshalb klärst du den Umfang für Hundeschule, Zucht, Pension oder Reitbetrieb am besten vorab mit dem Veterinärwesen.
- Wer ist in Dortmund zuständig, wenn mein Tier gestorben ist?
- Zuständig ist die Fachabteilung für das Veterinärwesen des Ordnungsamts, die das Einsammeln an eine Tierkörperbeseitigungsanstalt weitergegeben hat und die für Dortmund zuständige Anstalt auf ihrer Seite benennt. Zu einem Grab im eigenen Garten sagt die Stadt nichts, ebenso wenig zu einem Tierfriedhof oder zur Kremierung eines Pferdes; frag dort nach, bevor du dein Tier im Garten begräbst. Sie ordnet das Thema dem Tierseuchenrecht zu: Die schnelle Beseitigung soll Krankheits- und Seuchenherde ausräumen. Unter dieselbe Pflicht fallen auch Speiseabfälle, die nicht aus privaten Haushalten stammen.
- Wo darf mein Hund in Dortmund ohne Leine toben?
- Auf den ausgewiesenen Freilaufflächen, und die Stadt nennt dafür drei Beispiele: den Stadtgarten mitten in der City, den Westpark am Kreuzviertel und eine Fläche an der Florianstraße nahe dem Westfalenpark. Die Übersicht über alle Flächen führt nicht die Verwaltung, sondern der Tierschutzverein Gross-Dortmund. Ohne Leine laufen darf dein Hund außerdem im stadtnahen Waldgebiet Bolmke beim Stadion. Für gefährliche und gelistete Hunde ist allerdings keine dieser Flächen ausgewiesen, und nur eine solche Ausweisung würde sie von der Leine befreien; für sie bleibt es also bei Leine und Maulkorb, bis das Ordnungsamt im Einzelfall etwas anderes erlaubt. Als Geheimtipp nennt die Stadt das Wasserbecken am Viadukt nahe dem Hochofen auf dem Gelände PHOENIX-West, im Sommer nach ihrer eigenen Beschreibung einer der beliebtesten Hundeschwimmplätze der Region.
- Gilt am PHOENIX See eine eigene Hunderegel?
- Ja, am PHOENIX See gilt statt der stadtweiten Verordnung eine eigene Satzung, die der Rat 2012 beschlossen hat. Im gesamten Erholungsgebiet, also am See, an den Uferanlagen und in den angrenzenden Grün- und Freizeitanlagen, gehört dein Hund an die Leine, und führen darf ihn nur, wer ihn sicher halten kann. Bissige und bösartige Hunde müssen dort zusätzlich an kurzer Leine bei Fuß gehen und einen Maulkorb tragen. Verunreinigungen beseitigst du unverzüglich selbst, und auf die Spielplätze am See darf dein Hund gar nicht mit.
- Darf ich im PHOENIX See angeln?
- Nein. Die Seesatzung verbietet Fischen und Angeln im PHOENIX See, soweit die Stadt die Fischereirechte nicht durch Vertrag vergeben hat, und sie untersagt ebenso, Fische oder Wildtiere in den See einzusetzen; ausgenommen sind allein Besatzmaßnahmen im Rahmen eines Hegeplans. Warum der See überhaupt so fischreich ist, liegt am Schilfgürtel: Er säumt mehr als die Hälfte der gut drei Kilometer langen Uferlinie und dient den Fischen als Laichplatz, den Wasservögeln als Brutrevier. Der Naturschutzbund bescheinigte dem See schon 2012, zwei Jahre nach der Fertigstellung, die größte Artenvielfalt an Wasservögeln unter den Dortmunder Gewässern.
- Darf mein Hund mit in den Westfalenpark oder den Rombergpark?
- In beide ja, in beiden aber nur an kurzer Leine. Im Westfalenpark liegen an den Eingängen Papiertüten für die Hinterlassenschaften bereit, und auf die Spielplätze darf dein Hund nicht mit. Im Botanischen Garten Rombergpark, dessen Freiflächen rund um die Uhr offen stehen, sollst du zusätzlich Abstand zu Wildtieren halten; ausgenommen bleiben die Pflanzenschauhäuser, die Heide-Moor-Landschaft, die Teiche und Brunnen sowie die Spielbereiche. Andere Haustiere als Hunde bittet der Rombergpark ausdrücklich draußen zu lassen, und das Füttern von Gänsen, Enten, Eichhörnchen oder Singvögeln ist dort untersagt.
- Was gilt mit Hund oder Pferd in Dortmunds Naturschutzgebieten?
- Auf den Wegen bleiben, zu Fuß wie zu Pferd. Abseits der offiziellen Wege gilt in den Dortmunder Naturschutzgebieten ein Betretungsverbot, und das Umweltamt sperrt Trampelpfade inzwischen mit Absperrungen aus Naturmaterialien ab. Seit Juni 2026 sind vier Rangerinnen und Ranger des Umweltamtes in Zweierteams in den Schutzgebieten unterwegs, an brauner Dienstkleidung erkennbar, auch abends und teilweise an Wochenenden. Sie erklären vor Ort, warum in sensiblen Bereichen Leinenpflicht gilt: Ein frei laufender Hund scheucht Bodenbrüter auf, und wer geschützte Wiesenflächen betritt, zerstört Gelege. Länger im Einsatz ist die ehrenamtliche Naturschutzwacht, die es in Dortmund seit 1975 gibt und die heute 18 Naturschutzbeauftragte in ebenso vielen Wachtbezirken stellt.
- Warum darf ich in Dortmund auf mehr Wegen reiten als anderswo?
- Weil die Stadt bewusst darauf verzichtet, das Reiten durch eine Allgemeinverfügung einzuschränken. Das Umweltamt begründet das mit der Erfahrung seit den neuen Landesregeln von 2018: Seither sind genau zwei Beschwerden über nicht ordnungsgemäßes Reiten im Wald eingegangen, beide Male hat das Amt die umliegenden Reiterhöfe angeschrieben, und danach stiegen die Anmeldungen von Reitkennzeichen. Solange das Miteinander konfliktfrei bleibt und keine naturschutzfachlichen Gründe dagegen sprechen, sieht das Amt keinen Anlass, Wege für Reitende zu sperren. Der Landschaftsplan enthält ebenfalls keine eigenen Reitregeln, die über das Landesrecht hinausgehen.
- Muss ich meine Hühner oder Bienen in Dortmund anmelden?
- Ja, und du hast dabei die Wahl: Dein Geflügel kannst du beim Veterinäramt melden statt unmittelbar bei der Tierseuchenkasse. Melden lohnt in jedem Fall, denn nur gemeldete Halterinnen und Halter werden im Seuchenfall vom Veterinäramt über Handelsbeschränkungen und eine angeordnete Aufstallung informiert. Bienen sind keine Ausnahme: Bereits der Verdacht auf Amerikanische Faulbrut gehört wie jede andere Tierseuche dem Veterinärwesen gemeldet. Über 400 Hobbyimkerinnen und Hobbyimker sind in Dortmund gemeldet.
- Was passiert bei einem Faulbrut-Verdacht in meinem Bienenstand?
- Zuerst kommen die Amtstierärztinnen und Amtstierärzte und nehmen Proben vom betroffenen Bienenstand. Weil sich die Bakterienkrankheit meist schleichend ausbreitet und am Bienenstand lange unbemerkt bleibt, richtet die Stadt anschließend einen Sperrbezirk ein und untersucht darin sämtliche Bienenstände; aufgehoben wird er erst, wenn alle Ergebnisse negativ sind und die Infektionsherde beseitigt wurden. Abgetötet werden die Völker heute nicht mehr, an ihre Stelle ist das mildere Kunstschwarmverfahren getreten. Für Dortmund weist das Veterinärwesen derzeit keinen Sperrbezirk aus.
- Was muss ich als Hobby-Geflügelhalter wegen der Vogelgrippe tun?
- Vor allem jeden Kontakt zu Wildvögeln unterbinden. Füttern und tränken sollst du nur an Stellen, an die Wildvögel nicht gelangen, mit Leitungswasser statt Oberflächenwasser, und Futter sowie Einstreu wildvogelsicher lagern. Wer sein Geflügel im Freien hält, muss eine Aufstallung vorbereiten können: Volieren werden nach oben dicht abgedeckt, Wintergärten und Kaltscharräume so gebaut, dass kein Wildvogelkot hineinfallen kann. Sterben in einem Bestand unter 100 Tieren binnen 24 Stunden mehr als zwei Tiere, verständigst du unverzüglich das Veterinäramt; dasselbe gilt bei einem Einbruch der Legeleistung.
- Muss ich eine Giftschlange oder ein gefährliches Tier in Dortmund anmelden?
- Anzeigen musst du sie, und wo, hängt vom Gift ab. Die Haltung gefährlicher Tiere einer wildlebenden Art zeigst du seit Ende 2013 dem Ordnungsamt an; Grundlage ist die Ordnungsbehördliche Verordnung der Stadt. Für giftige Tiere gilt seit Anfang 2021 etwas anderes: Sie werden dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz gemeldet, das die Stadt von sich aus informiert, sodass eine zweite Anzeige beim Ordnungsamt entfällt. Wichtig für Altbestände: Meldungen, die früher beim Dortmunder Ordnungsamt eingegangen sind, leitet die Stadt nicht an das Landesamt weiter, du musst also selbst tätig werden. Auf Straßen und in Anlagen darfst du solche Tiere ohnehin nicht mitführen.
- Was gilt beim Kauf und Verkauf geschützter Reptilien oder Vögel?
- Für Arten aus Anhang A der europäischen Artenschutzverordnung brauchst du eine Vermarktungsgenehmigung, die sich dem einzelnen Tier eindeutig zuordnen lässt; ohne sie sind Kauf und Verkauf nicht erlaubt. Für Nachzuchten aus legalen Beständen stellt die Untere Naturschutzbehörde sie auf Antrag aus. Dieselbe Pflicht trifft tote Tiere sowie Teile und Erzeugnisse, also auch die Auktion eines alten Präparats im Internet; entscheidend ist dann der Zeitpunkt der ersten Inbesitznahme. Die vorgeschriebenen Kennzeichen, etwa geschlossene Ringe oder Transponder, geben nur zwei zugelassene Verbände aus, und für Reptilien stellt das Umweltamt eine Anleitung zur Fotodokumentation samt Karopapier bereit.
- Was ändert sich beim Rattengift, und wie schütze ich Igel?
- Ab dem 23. Oktober 2026 dürfen Privatpersonen blutgerinnungshemmende Rattengifte weder kaufen noch anwenden; erlaubt ist ihr Einsatz nur noch geschultem Fachpersonal mit Sachkunde. Ausschlaggebend waren Umwelt- und Tierschutzgründe, allen voran das Risiko von Sekundärvergiftungen bei Wildtieren. Wird auf einem Grundstück doch Gift ausgelegt, sollen die Köderbehälter erhöht stehen, etwa auf einer hochwandigen Kiste oder einem Blumenkübel von rund einem halben Meter, damit Ratten herankommen und Igel nicht. Für den privaten Gebrauch verweist die Stadt auf mechanische Fallen und bei stärkerem Befall auf Fachbetriebe; auf Privatgrundstücken bekämpft sie selbst nicht, nimmt Meldungen aber seit 2024 über ihr Fallmanagement im Ordnungsamt entgegen.
- Ich habe ein Nest der Asiatischen Hornisse gefunden, was jetzt?
- Schick eine Nachricht an die Untere Naturschutzbehörde, möglichst mit Foto und genauer Angabe von Ort und Zeitpunkt; siehst du nur ein einzelnes Tier, hilft die Angabe der Abflugrichtung beim Auffinden des Nestes. Das Umweltamt meldet sich zurück, ob es sich wirklich um die Asiatische Hornisse handelt, alternativ kannst du die Sichtung über das Neobiota-Portal des Landesamtes eingeben. Selbst entfernen solltest du ein Nest nicht: Im Anfangsstadium ist die Verwechslungsgefahr mit anderen Arten zu groß. Für die Entfernung sind die Grundstückseigentümer verantwortlich, seit einer Landesförderung können dabei Imkerinnen und Imker helfen. Das erste Nest dieser Art wurde in Dortmund im April 2024 gefunden.
- Brauche ich für ein Tierfoto-Shooting im Park eine Genehmigung?
- Sobald sie gewerblich ist, ja. Der Botanische Garten Rombergpark verlangt für Filmen, Fotografieren und Streamen eine schriftliche Genehmigung der Stadt und nennt dabei ausdrücklich Eventfotografie wie Hochzeiten sowie Familien- und Haustierfotografie; dasselbe gilt für jede andere gewerbliche Nutzung des Gartens, etwa Führungen, wobei die Stadt klärt, ob ein Entgelt nach der Entgeltordnung anfällt. Privat und als Hobby darfst du dort frei fotografieren und filmen. Im Zoo ist es genauso getrennt: private Aufnahmen erlaubt, möglichst ohne Blitzlicht, gewerbliche nur mit Genehmigung der Zoo-Direktion.
- Wo lege ich in Dortmund die Verhaltensprüfung für meinen Hund ab?
- Beim Veterinärwesen des Ordnungsamts: Es nimmt die Prüfung ab, nach der dein Hund von Leine und Maulkorb befreit werden kann. Für alles Übrige nach dem Landeshundegesetz ist im selben Amt eine zweite Stelle zuständig, die Abteilung für allgemeine Sicherheits- und Ordnungsangelegenheiten. Sie nimmt die Anzeigen von Hundehaltungen entgegen, erteilt Erlaubnisse und Ausnahmegenehmigungen und schaut sich gefährliche oder unsachgemäße Haltungen an.
- Bietet das städtische Tierheim etwas für Welpen an?
- Ja, eine wöchentliche Welpenspielgruppe für Hunde bis zu einem Alter von 18 Wochen, in die höchstens sechs Welpen aufgenommen werden. Vor der ersten Teilnahme füllst du ein Anmeldeformular aus, in dem Rasse, Impfung, Entwurmung und die Haftpflichtversicherung abgefragt werden. Es geht um freies, kontrolliertes Kontaktspiel mit Artgenossen, um die Gewöhnung an Menschen und Berührungen und um einen spielerischen Einstieg in die Erziehung. Unabhängig davon berät das Tierschutzzentrum nach Terminvereinbarung rund um die Haustierhaltung, auch wenn du noch überlegst, welches Tier zu dir passt.
- Was ist bei einer Hausschlachtung in Dortmund erlaubt?
- Nur, was du selbst isst. Als Hausschlachtung gilt das Schlachten außerhalb eines Schlachthofs, wenn das Fleisch ausschließlich im eigenen Haushalt verwendet wird; die Abgabe an andere ist strikt verboten, auch an Nachbarn und Verwandte, und macht aus der Hausschlachtung eine gewerbliche. Hast du unmittelbar vor dem Schlachten eine Störung des Allgemeinbefindens am Tier bemerkt, die nicht auf einen Unglücksfall zurückgeht, ist eine amtliche Schlachttieruntersuchung nötig; nach der Schlachtung folgt die Fleischuntersuchung, bei Schweinen und Pferden zusätzlich die Untersuchung auf Trichinen. Jägerinnen und Jäger, die Wildfleisch abgeben wollen, lassen sich beim Veterinäramt registrieren und können die Probenahme auf Antrag übertragen bekommen.
- Darf ich in Dortmund Tauben oder Enten füttern?
- Nein, seit dem 1. August 2026 ist beides stadtweit untersagt. Die neu gefasste Ordnungsbehördliche Verordnung verbietet ausdrücklich das Füttern von Wildtauben und verwilderten Haustauben und, zum Schutz der Gewässer, auch das Füttern von Wassergeflügel und Fischen. Am PHOENIX See gilt diese Verordnung zwar nicht, die dortige Seesatzung verbietet das Füttern aber ebenfalls. Kontrolliert gefüttert wird trotzdem an einer Stelle: In Körne West betreut ein ehrenamtliches Team an einer Brückenunterführung eine Taubenvoliere mit Versorgungsstation, gibt dort artgerechtes Körnerfutter aus und tauscht frisch gelegte Eier systematisch gegen Gipsattrappen, um die Population zu bremsen.