Schon seit meiner frühen Kindheit gehören Hunde zu meinem Leben und meiner Familie. Hundeverhalten und Training interessierten mich schon in jungen Jahren, und ich las alle Hundebücher, derer ich habhaft werden konnte. Doch als nach Dackeln und Schäferhundmischlingen Großpudel Alf einzog, kam ich – damals im Teenageralter – schnell an meine Grenzen. Alf zeigte ausgeprägtes Jagdverhalten, eine heftige Leinen- und Rüdenaggression, und er war schlau – eine ungünstige Kombination. Die Probleme, die ich mit Alf hatte, brachten mich dazu, mich tiefer in die Feinheiten des Hundetrainings einzuarbeiten und mir Hilfe bei verschiedenen Hundetrainern zu holen.
Lösungen fanden wir letztendlich im belohnungsbasierten und bedürfnisorientierten Training, da Alf und ich nun miteinander – statt gegeneinander – arbeiteten und nach und nach zu einem guten Team wurden. Alf starb vor einigen Jahren Im Alter von fast 14 Jahren. Seit 2013 begleitet mich Kleinpudelhündin Ellie in meinem Leben.
Zudem durfte ich im Laufe der Zeit umfangreiche Trainingserfahrung mit vielen verschiedenen anderen Tierarten sammeln – neben Pferden, Katzen und Hühnern waren auch Zoo- und Wildtiere wie Bären, Schimpansen und Kängurus vertreten.
Seit meinem Schülerpraktikum in einer Tierarztpraxis stand für mich fest, dass ich Tierärztin werden wollte. Je mehr Einblicke ich in die Welt des Hunde- und Tiertrainings bekam, desto klarer wurde für mich bereits vor Beginn des Studiums, dass ich mich auf die Verhaltensmedizin und -therapie sowie auf Training spezialisieren wollte.