Im Aquarium des Kölner Zoos, das 1971 öffnete, stehen rund 70 nach Herkunftsregionen geordnete Becken; darin schwimmen Fische des Rheins ebenso wie Bewohner eines indopazifischen Korallenriffs, und 2013 gelang dem Aquariumsteam, wie der Zoo schreibt, die europäische Erstnachzucht des Philippinenkrokodils; zwei in Köln geschlüpfte Tiere dieser Art gingen später zurück auf die Philippinen. Zu jedem neuen Großbauprojekt im Zoo gehört ein Naturschutzvorhaben. Die beiden großen Tierheime der Stadt haben verschiedene Träger: Dellbrück gehört dem Bund gegen Missbrauch der Tiere und gilt nach eigener Darstellung mit vier Hundehäusern, zwei Katzenhäusern und 7.000 Quadratmetern Grundfläche als das größte in Nordrhein-Westfalen, Zollstock dem Kölner Tierschutzverein von 1868, wo täglich rund 300 Tiere versorgt werden, darunter Reptilien, Hühner, Schweine, Ziegen und Schafe. Über das Stadtgebiet verteilen sich 22 Naturschutzgebiete, 29 Landschaftsschutzgebiete und 170 geschützte Landschaftsbestandteile. Im Osten liegt der rund 2.519 Hektar große Königsforst mit dem Wildpark Brück, der seit 1967 Rotwild und Wildschweine im Wald zeigt, im Westen der 205 Hektar große Stadtwald mit einem Tierpark für Schafe, Esel, Ziegen, Geflügel und Damwild.
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Tierheim in Köln-Ostheim mit Hunde- und Katzenvermittlung sowie dem „Glückspilze“-Projekt. Informationen zu Vermittlungsablauf, Notfällen und Unterstützung durch Spenden und Sachspenden; Termine nach Vereinbarung.
Kölner Tierschutzverein von 1868 Tierschutz
Tierheim in Köln-Zollstock mit Tiervermittlung und Fundtier-Infos. Vermittlung u. a. von Hunden, Katzen und Kaninchen sowie Hinweise zu Öffnungszeiten und Möglichkeiten zum Unterstützen (Spenden, Mitgliedschaft, Patenschaften).
Häufige Fragen für Tierhalter in Köln
- Muss ich meine Katze in Köln kastrieren lassen?
- Ja, für jede Katze mit unkontrolliertem Freigang. Nach der Katzenschutzverordnung vom Februar 2018 ist eine Katze fortpflanzungsfähig, wenn sie fünf Monate oder älter ist und nicht fortpflanzungsunfähig gemacht wurde; wer dann nicht sicherstellen kann, dass sie drinnen bleibt, muss sie unfruchtbar machen lassen. Die Kastrationsseite der Stadt verkürzt das und verlangt die Kastration von Katzen und Katern ab dem fünften Lebensmonat. Freigängerkatzen müssen außerdem per Mikrochip oder Ohrtätowierung gekennzeichnet und bei einem Haustierregister eingetragen sein. Für Zuchten kann das Umwelt- und Verbraucherschutzamt auf Antrag eine Ausnahme erteilen.
- Gibt es in Köln eine Leinenpflicht?
- In den städtischen Grünanlagen ja, ausgenommen sind allein die ausgewiesenen Hundefreilaufflächen. Was das Landeshundegesetz landesweit anordnet, gilt zusätzlich. In den Schutzgebieten staffelt sich die Regel: In Naturschutzgebieten ist jeder Hund jederzeit anzuleinen und muss auf den Wegen bleiben, in geschützten Landschaftsbestandteilen gilt dasselbe mit Ausnahme angelegter Waldwege, und in Landschaftsschutzgebieten darf er auf freien Flächen ohne Leine laufen, nicht aber in Gebüschen, Gehölzen und an Gewässerufern. Die Staffelung sortiert allerdings die Orte, nicht die Hunde: Führt die Stadt deinen als gefährlichen Hund oder als Hund bestimmter Rassen, bleibt er nach ihrer Auskunft überall an einer Leine von höchstens anderthalb Metern und trägt beim Gassigehen einen Maulkorb, auch auf der freien Fläche eines Landschaftsschutzgebietes.
- Wo darf mein Hund in Köln frei laufen?
- Nur auf den ausgewiesenen Hundefreilaufflächen. Die Stadt listet sie je Stadtbezirk mit Lage, Beschreibung und Größe. Wer dort ableinen darf, hängt daran, wofür die Fläche ausgewiesen ist: Einem großen Hund genügt die Ausweisung als Fläche für Hunde, und Köln nennt ihn ausdrücklich; einen gefährlichen Hund oder einen Hund bestimmter Rassen befreit nur eine Fläche, die gerade für gefährliche Hunde ausgewiesen ist, und darum darf er ohne Befreiung auf keiner der Kölner Flächen ableinen. Die Pflicht, Hundekot aufzunehmen, gilt dort uneingeschränkt, und Ballspiele, Boule oder Frisbee sind ebenso untersagt wie das Grillen.
- Muss ich meinen Hund in Köln anmelden?
- Innerhalb von vier Wochen nach der Aufnahme, bei einem Hund aus dem eigenen Wurf innerhalb von vier Wochen, nachdem er sechs Monate alt geworden ist. Außerhalb der Wohnung und des umfriedeten Grundbesitzes muss er die Marke sichtbar tragen. Einen Umzug innerhalb Kölns und jeden weiteren Hund zeigst du ebenfalls an. Holst du den Hund aus einem der Kölner Tierheime, entfällt die Steuer auf Antrag für 24 Monate, und bei einem mindestens acht Jahre alten Tier bis zu dessen Lebensende.
- Wo darf ich in Köln reiten?
- In Naturschutzgebieten sowie auf Grün- und Waldflächen gilt ein generelles Reitverbot mit Erlaubnisvorbehalt: Erlaubt ist es nur auf ausgewiesenen und gekennzeichneten Reitwegen, für die die Stadt Karten je Stadtbezirk bereitstellt. In den städtischen Grünflächen ist auch das Führen von Pferden außerhalb dieser Wege untersagt, ebenso auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen.
- Wo finde ich in Köln nachts einen Tierarzt?
- In der Kreisstelle Köln und Leverkusen bestehen zwei Notfalldienstringe, und für das Kölner Stadtgebiet wird ein eigener Notfalldienst angeboten; wo du ihn erreichst, nennt die Tierärztekammer Nordrhein auf ihrer Informationsseite. Als Notfall zählt dort nicht jede Behandlung: Impfungen und länger bestehende, nicht lebensbedrohliche Leiden gehören ausdrücklich nicht dazu.
- Brauche ich für Zucht oder Handel mit Tieren eine Erlaubnis?
- Ja, vom Kölner Veterinäramt, und zwar für den Handel mit Tieren ebenso wie für die gewerbliche Zucht von Wirbeltieren, also auch von Hunden, Katzen oder Reptilien. Erteilt wird sie nur, wenn geeignete Räume für artgerechte Haltung und Pflege da sind und das Betreuungspersonal sachkundig ist; anerkannt werden dafür eine passende Berufsausbildung, Sachkundenachweise anerkannter Einrichtungen oder mehrjährige Tätigkeit mit den beantragten Tierarten, oft ergänzt um ein Fachgespräch. Zum Antrag gehören Führungszeugnis, Sachkundenachweis und ein Bau- oder Lageplan der Räume, und angesehen werden sie vor Ort.
- Zahle ich für meine Zuchthunde Hundesteuer?
- Nein. Die Kölner Hundesteuer trifft nur, wer einen Hund zu Zwecken der privaten Lebensführung hält; Hunde für gewerbliche Zwecke wie Zucht oder Handel sind ausgenommen. Anmelden musst du sie trotzdem: Die An- und Abmeldepflicht gilt ausdrücklich auch für Hunde, die nicht von natürlichen Personen oder nicht zu persönlichen Zwecken gehalten werden.
- Was muss ich anzeigen, wenn ich einen großen Hund halte?
- Beim Ordnungsamt zeigst du die Haltung an und legst dabei Sachkundenachweis, Haftpflichtnachweis und die Bescheinigung über die Mikrochip-Kennzeichnung vor. Ein Hund aus dem Tierheim ist immer schon gechippt. Die Steueranmeldung ersetzt diese Anzeige nicht.
- Wie läuft die Sachkundeprüfung in Köln ab?
- Sie besteht aus 34 Fragen, von denen 24 vollständig richtig zu beantworten sind; zur Vorbereitung stellt die Stadt den Fragenkatalog bereit, und wiederholen darfst du. Sachkundig sein müssen in Köln auch die ehrenamtlichen Hundeausführerinnen und Hundeausführer der Tierheime.
- Wie kommt mein Hund von Maulkorb und Leine frei?
- Über die Verhaltensprüfung, und die geht erst, wenn die Sachkundeprüfung bestanden und der Hund mindestens 15 Monate alt ist. Du musst persönlich mit ihm antreten, jemand anderes darf ihn dabei nicht führen. Geprüft wird auf einem Hundeplatz im Stadtgebiet, unter anderem der Gehorsam, die Begegnung mit Joggern, Skatern und Radfahrern, die Reaktion auf einen aufgespannten Schirm, ein fallendes Schlüsselbund, Fahrradklingel und Trillerpfeife, und das Verhalten des angebundenen Hundes ohne dich. Bestehst du nicht, bleibt es bei Maulkorb und Leine, mehr passiert nicht.
- Darf mein Hund mit zum Karnevalszug oder ins Stadionumfeld?
- Zum Zug an der Leine, ins Stadionumfeld gar nicht: Rund um die drei Kölner Stadien ist er an Veranstaltungstagen von drei Stunden vor Beginn bis zwei Stunden nach Ende ausgeschlossen; ausgenommen sind allein Blindenführ- und Behindertenbegleithunde sowie Tiere von Behörden, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.
- Ich habe in Köln einen Hund gefunden, wohin damit?
- Das entscheidet der Rhein. Für die rechtsrheinische Seite ist das Tierheim in Dellbrück zuständig, für die linksrheinische das in Zollstock; ruf das zuständige Tierheim an. Wer das Tier nicht selbst bringen kann, erreicht den Tiertransporter der Feuerwehr, dafür muss der Hund sich in einem geschlossenen Raum befinden. Die Eigentümerin oder der Eigentümer hat sechs Monate lang ein Recht auf den Hund.
- Muss ich Hühner, Pferde oder Bienen anmelden?
- Ja, und zwar doppelt: Neben der Tierseuchenkasse will es das Kölner Veterinäramt wissen. Für Pferde hält die Stadt ein eigenes Formular bereit, für alle anderen Arten genügen Name und Anschrift, Tierart und Anzahl, Nutzungsart und Standort.
- Brauche ich zum Reiten in Köln ein Kennzeichen?
- Ja, und die Stadt gibt beides aus, Kennzeichen und Plakette. Gültig ist es nur mit dem Plakettenpaar des laufenden Kalenderjahres; die Plaketten laufen zum Jahresende ab, unabhängig davon, wann du sie bekommen hast, und kommen danach jeden Januar automatisch nach. Es hängt an dir als Halterin oder Halter und verpflichtet dich für alle eigenen Pferde, gleich wer sie reitet. Für jedes Pferd im Betrieb musst du außerdem einen Equidenpass vorlegen können.
- Muss ich meine Landschildkröte oder meinen Papagei melden?
- Ja, innerhalb von zwei Wochen nach Kauf oder Geburt bei der Unteren Naturschutzbehörde; verstorbene oder abgegebene Tiere meldest du wieder ab. Gekennzeichnet sein müssen die Tiere ab dem ersten Tag der Haltung, je nach Art über einen geschlossenen Ring, einen Transponder oder eine Fotodokumentation des Panzers; ein nicht ordnungsgemäß gekennzeichnetes Tier lässt sich gar nicht anmelden. Wer gewerblich anbietet, führt zusätzlich Buch über Zugänge und Verkäufe und bewahrt es mindestens fünf Jahre auf.
- Darf ich in Köln Enten, Gänse oder Tauben füttern?
- Nein, in beiden Fällen nicht. Wasservögel und Fische dürfen an öffentlichen Gewässern nicht gefüttert werden, verwilderte Haustauben und Wildtauben im gesamten Stadtgebiet nicht; auch Futter für andere Tiere musst du so auslegen, dass Tauben nicht herankommen. Bei den Gänsen nennt die Stadt das Fütterungsverbot die wichtigste Maßnahme überhaupt, ergänzt seit Februar 2023 um ein Gelegemanagement, bei dem in mehreren Durchgängen alle Eier bis auf eines entnommen werden. Seit November 2019 betreibt die Stadt außerdem gemeinsam mit der Kölner Arbeitsgruppe gegen die Stadttaubenproblematik einen betreuten Taubenschlag am Hansaring, in dem die Tiere artgerecht gefüttert werden und ein Austausch der Eier gegen Gipseier die Population bremsen soll.
- Ich habe einen Igel oder einen verletzten Greifvogel gefunden, was jetzt?
- Erst beobachten, nicht anfassen: Gesunde Wildtiere sollen bleiben, wo sie sind, und nur verletzte, kranke oder wirklich verwaiste Tiere brauchen Hilfe. Liegt ein Tier in Gefahr, etwa auf der Straße, setzt du es mit einem Handtuch ins nächste Gebüsch und schaust weiter, ob die Eltern kommen. Für Greifvögel und Eulen gibt es auf Gut Leidenhausen eine staatlich anerkannte Auffangstation, für Igel, Singvögel, Spechte und Bilche daneben eine eigene Wildtierstation; beide wollen vorher angerufen werden und nehmen keine unangemeldeten Tiere. Bei Rehen oder Wildschweinen ist der zuständige Förster richtig.
- Was tue ich, wenn mir ein Wildschwein begegnet?
- Ruhig bleiben, stehenbleiben, dich bemerkbar machen, nicht wegrennen und dich langsam zurückziehen; lass dem Tier immer einen Fluchtweg und dräng es nie in eine Ecke. Deinen Hund hältst du dabei an der Leine. Bei konkreter Gefahr rufst du die Polizei. Wirksam gegen Besuche im Garten ist nur ein stabiler, tief eingegrabener Zaun ab anderthalb Metern Höhe. Für Wildschäden im befriedeten Bezirk, also auch im Hausgarten, gibt es keinen Ersatzanspruch; Anlaufstelle dafür und für alles Weitere ist die Untere Jagd- und Fischereibehörde der Stadt.
- Mein Tier ist gestorben, darf ich es im Garten begraben?
- Kleine Heimtiere einschließlich Hund und Katze ja, unter einer mindestens 50 Zentimeter starken Erdschicht, sofern das Grundstück nicht unmittelbar an öffentlichen Wegen und Plätzen und nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt. Sonst übernimmt die Tierkörperbeseitigung; das Tier kann auch bei der behandelnden Tierärztin bleiben oder auf dem Kölner Tierfriedhof bestattet werden.
- Darf mein Mähroboter nachts laufen?
- Nein. Die Untere Naturschutzbehörde hat das im Oktober 2024 für das gesamte Stadtgebiet untersagt: Von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang muss das Gerät stehen. Weil die Stadt die Vollziehung angeordnet hat, hält eine Klage dagegen das Verbot nicht auf. Wer trotzdem nachts mäht und dabei einen Igel verletzt, verstößt gegen das Verletzungs- und Tötungsverbot für besonders geschützte Arten; auch Erdkröten und andere Amphibien zählen dazu. Befreien lässt sich nur, wer für den Einzelfall belegt, dass keine Gefahr entsteht, etwa bei Rasen auf einem Dach.
- Ich habe ein Nest der Asiatischen Hornisse gefunden, was tun?
- Abstand halten und melden. Näher als zwei Meter solltest du nicht herangehen, und erschüttern darfst du das Nest auf keinen Fall: Die Tiere verteidigen es in weit größerer Zahl als die heimische Europäische Hornisse. Die Sichtung meldest du der Unteren Naturschutzbehörde, die dich zum weiteren Vorgehen berät. Seit die Art Anfang April 2025 als weit verbreitet eingestuft wurde, muss die Kommune nicht mehr flächendeckend bekämpfen; das geschieht nun anlassbezogen an Konfliktpunkten durch die jeweils Betroffenen. Für ein Nest der heimischen Hornisse oder von Hummeln brauchst du dagegen eine Ausnahmegenehmigung derselben Behörde, und die gibt es nur, wenn keine andere Lösung bleibt.
- Was bedeutet ein Geflügelpest-Ausbruch in der Nachbarschaft für meine Hühner?
- Womöglich eine Restriktionszone bis in deinen Stadtteil. Nach dem amtlich festgestellten Ausbruch in einem Geflügelbestand in Hürth im Rhein-Erft-Kreis richtete die Stadt im November 2025 eine Schutzzone mit drei Kilometern und eine Überwachungszone mit zehn Kilometern Radius ein, die bis auf Kölner Gebiet reichten. Aufheben darf die Behörde solche Zonen frühestens nach dreißig Tagen und erst, wenn amtliche Tierärztinnen und Tierärzte eine repräsentative Auswahl der Betriebe kontrolliert und keinen weiteren Befund gemacht haben; im Dezember 2025 war das so weit. Ob dich eine Anordnung trifft, steht in der jeweiligen Bekanntmachung des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes.
- Welche Pflichten habe ich als Hobby-Geflügelhalter in Köln dauerhaft?
- Sechs Punkte zählt das Kölner Veterinäramt auf, und sie gelten das ganze Jahr, nicht erst im Seuchenfall. Deine Haltung muss angezeigt sein, mit der Zahl der Tiere an jedem Standort im Stadtgebiet. Du kontrollierst deine Vögel mindestens einmal täglich und hältst jede Veränderung im Bestandsregister fest, also auch einen Rückgang der Legeleistung, verringerte Beweglichkeit oder mehr Todesfälle. Insekten und Nagetiere im Stall und in dessen Umfeld bekämpfst du und dokumentierst das. Stall und Auslauf betrittst du nur in betriebseigener Schutzkleidung, Unbefugte hältst du fern, und verendetes Geflügel geht an die Tierkörperbeseitigung.
- Was gilt in Köln für eine Hausschlachtung und die Trichinenprobe?
- Als Hausschlachtung gilt im Kölner Ortsrecht jede Schlachtung außerhalb eines gewerblichen Schlachtbetriebs, bei der das Fleisch ausschließlich privat verzehrt wird. Für Wildschwein und Dachs kommt die amtliche Trichinenuntersuchung hinzu, sobald du als Jägerin mit Wohnsitz in Köln das Fleisch selbst essen oder in kleinen Mengen abgeben willst. Vorher besorgst du beim Veterinäramt Wildmarken und Wildursprungsscheine: Die Marke trägt eine eigene Nummer, kommt an Bauch oder Brustkorb des Tieres, und die Nummer wird in den Ursprungsschein eingetragen; ohne beides ist die amtliche Untersuchung nicht möglich. Die Fleischprobe selbst entnehmen darfst du nur nach einer Schulung und mit einer Genehmigung der Tierärztlichen Lebensmittelüberwachung.
- Wer ist in Köln für Ratten zuständig?
- Das hängt davon ab, wo du sie siehst. Eine Rattenpopulation auf privater Fläche meldest du dem Amt für öffentliche Ordnung, wenn möglich mit Foto und genauer Ortsangabe; auf öffentlicher Fläche nimmt das Gesundheitsamt die Meldung entgegen, in der Kanalisation die Stadtentwässerungsbetriebe. Ein einzelnes Tier gehört in einer Großstadt zum Bild, erst regelmäßige Sichtungen, Kot und Löcher deuten auf eine Population hin. Auf städtischen Grundstücken und in städtischen Einrichtungen bekämpft die Stadt selbst, im privaten Bereich beauftragst du einen Schädlingsbekämpfungsdienst. Übrig gebliebene Köderreste gibst du im Abfall-Center oder beim Schadstoffmobil ab.
- Ich möchte eine gezüchtete Landschildkröte verkaufen, welches Papier brauche ich?
- Eine EU-Vermarktungsbescheinigung der Unteren Naturschutzbehörde, sobald die Art in Anhang A der europäischen Artenschutzverordnung steht. Ausgestellt wird sie für Nachzuchten, deren Elterntiere nachweislich legal stammen, und für Tiere mit belegter Einfuhr oder mit Vorerwerb; ohne Kennzeichnung geht es nicht, weil das Papier immer einem einzelnen Exemplar zugeordnet sein muss. Es gilt in der ganzen Europäischen Union, ist zeitlich unbegrenzt und wandert bei jedem Verkauf mit dem Tier mit. Zwei Besonderheiten solltest du kennen: Beruht die Kennzeichnung auf einer Fotodokumentation, trägt die Bescheinigung nur eine einzige Vermarktung ins EU-Ausland, und stirbt das Tier, verliert sie ihre Gültigkeit und das Original geht mit der Abmeldung an die Behörde zurück.
- Im Wald liegt ein totes Wildschwein, wen rufe ich an?
- Fass es nicht an und melde den Fund umgehend beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz; dessen Bereitschaftsdienst stimmt Sicherung und Untersuchung mit der Stadt ab. Hattest du Kontakt mit dem Kadaver, reinige danach alles so gründlich wie möglich. Hintergrund ist die Afrikanische Schweinepest: In Köln wird jedes erlegte und jedes tot aufgefundene Wildschwein darauf untersucht, weil die Früherkennung über die Ausbreitung entscheidet. Für Menschen ist das Virus ungefährlich, und auf andere Tierarten wie Jagdhunde geht es nicht über.
- Ich halte ein Minischwein, was ändert die Afrikanische Schweinepest für mich?
- Im Seuchenfall hältst du dein Tier gesondert, Hunde dürfen in der Umgebung nur angeleint laufen, und Heu, Gras oder Stroh aus dem betroffenen Gebiet darfst du weder an Schweine noch an Minischweine verfüttern. Wie klein die Kölner Schweinehaltung ist, zeigt die Zählung der Stadt: ein landwirtschaftlicher Betrieb mit etwa 200 Tieren und daneben etwa zwanzig Menschen, die einzelne Minischweine oder Hängebauchschweine halten. Bricht die Seuche in einem Hausschweinbestand aus, werden alle Tiere des Bestandes getötet; behandeln lässt sich die Krankheit nicht, und einen Impfstoff dagegen gibt es nicht.
- Darf mein Hund mit in den Kölner Zoo?
- Nur als Assistenzhund und nur mit Berechtigungsschein; kündige den Besuch vorher an und kennzeichne das Tier mit Geschirr oder Band. Alle anderen Hunde bleiben draußen, und der Zoo begründet das ausführlich: Krankheiten könnten auf teils sehr seltene exotische Wildtiere übergehen, die begehbaren Anlagen ließen sich mit Hund nicht sicher durchqueren, und Zootiere reagieren erschrocken auf sie. Umgekehrt bedeutet ein solcher Rundgang für manchen Hund Stress, etwa vor Raubtieren. Andere Haustiere sind ebenfalls nicht zugelassen.
- In welche Kölner Anlagen darf ich meinen Hund gar nicht mitnehmen?
- Die Stadtordnung nennt den Botanischen und den Forstbotanischen Garten, Finkens Garten, die Vogelschau Leidenhausen, den Tierpark Lindenthal sowie öffentliche Spiel- und Bolzplätze; ausgenommen sind allein Blindenführ- und Behindertenbegleithunde. Die Informationsseite der Stadt zum Gassigehen führt zusätzlich Wildparks, ausgewiesene Spiel- und Liegewiesen, Spielplätze und Friedhöfe auf. In den übrigen öffentlichen Grünflächen darf dein Hund mit, dort aber an der Leine; dieselbe Leinenpflicht nennt die Stadtordnung für Wildparks.
- Darf mein Hund im Königsforst frei laufen?
- Nein, dort sind Hunde grundsätzlich anzuleinen, damit Wildtiere nicht unnötig beunruhigt werden. Dazu kommt ein Wegegebot: Wandern und Radfahren sind nur auf den gekennzeichneten Wegen erlaubt, die Waldbereiche daneben bleiben unbetreten. Grillen, Zelten und Lagern sind im Gebiet untersagt, und Speisereste oder Futter sollen dort gar nicht erst liegen bleiben. Der Wald reicht über die Stadtgrenze in den Rheinisch-Bergischen Kreis und geht im Süden fließend in die Wahner Heide über; die vollständige Liste der Ge- und Verbote steht im Landschaftsplan.
- Ich beobachte eine schlechte Tierhaltung in Köln, wohin damit?
- Bei akuter Gefahr für das Tier, etwa einem Hund im heißen Auto, rufst du die Polizei. Alles andere nimmt das Veterinäramt entgegen, in der Regel schriftlich, weil die Behörde den Vorwurf später gerichtlich belegen können muss. In die Anzeige gehören dein Name mit Anschrift, wer wann was wo getan hat, Name und Anschrift der beschuldigten Person, Tierart und Anzahl der betroffenen Tiere sowie Beweismittel wie Fotos und namentlich benannte Zeuginnen und Zeugen.